Veranstaltungen 2026

Frühlingsempfang der Gesundheitsregion Saar


am 20. April 2026 im Casino am Staden


Dieser Frühlingsempfang ist schon eine kleine Tradition und fand zum 8. Mal im Casino am Staden statt. Für viele Gäste gehört er zu den wichtigen Veranstaltungen im Jahresverlauf, um sich mit allen maßgeblichen Akteuren im Gesundheitswesen im Saarland auszutauschen.

Die Gesundheitsregion Saar versteht sich als Impulsgeber, Initiator und Koordinator gemeinsamer öffentlichkeits-wirksamer Auftritte. Ihre Mitglieder kommen aus allen Bereichen des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft.

Dr. Thomas Vaterrodt, Vorstandsvorsitzender der Gesundheitsregion Saar e.V. freute sich daher, erneut eine große Zahl an Gästen zum Frühlingsempfang begrüßen zu dürfen. Darunter Vertreter der Krankenhausträger und Krankenkassen, Wohlfahrts- und Rettungsverbände, Ärzte und Apotheker, Pflegekräfte und Soziale Dienste, Selbstverwaltung, Mittelständischen Unternehmen und Dienstleister. Vertreter aus den Bereichen Forschung und Lehre sowie Repräsentanten der Landesministerien und Privatpersonen, die die Arbeit der Gesundheitsregion Saar unterstützen.

Dr. Vaterrodt betonte im Zusammenhang mit der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesundheitsregion Saar e.V. stets das Ziel, die Gesundheitsversorgung im Saarland zum Wohle der Menschen weiterzuentwickeln.

Die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Frau Bettina Altesleben nahm in ihrem Grußwort Bezug zur aktuellen Lage. Sie informierte unter anderem über den aktuellen Stand der Krankenhausplanung im Saarland und kam natürlich auch auf den aktuell vorliegenden Referentenentwurf zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz) zu sprechen. Sparmaßnahmen seien unzweifelhaft erforderlich, aber einige Punkte im Referentenentwurf seien auch kritisch zu hinterfragen. Und dieser Aufgabe würde auch das Gesundheitsministerium im Saarland in ihren Stellungnahmen nachkommen.


Frau Altesleben begrüßte auch ausdrücklich die Netzwerkarbeit der Gesundheitsregion Saar e.V. als Baustein für eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Akteure und Verantwortlichen im Gesundheitswesen des Saarlandes.



Der Staatssekretär im Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft Wolfgang Förster erläuterte in seinem Festvortrag ebenfalls die Notwendigkeit zu Sparmaßnahmen. Die finanzielle Situation sei äußerst angespannt, nicht nur bei den Krankenkassen, auch bei den Krankenhäusern, aber auch den Kommunen und den Ländern und nicht zuletzt auch beim Bund.


Gerade im Hinblick auf die angespannte finanzielle Situation beim Bund sei die vielfach geforderte vollständige Übernahme der Beiträge für Bürgergeldbezieher durch den Bund aus seiner Sicht nur über eine mehrere Jahre in Anspruch nehmende Umsetzung möglich. Es sei unzweifelhaft, dass gespart werden müsse, daher sollte die aktuelle GKV-Reform nicht vollständig abgelehnt werden.

Auch alle Universitätsklinika seien defizitär. Da mache auch die Uniklinik Homburg keine Ausnahme. Die Bedetuung und die Weiterentwicklung der Uniklinik Homburg war das zentrale Thema des Festvortrags von Staatssekretär Förster. Die Uniklinik sei unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung im Saarland. Ein Pfeiler für Forschung und Lehre und Anbieter hochkomplexer und spezialisierter Leistungen. Zum Teil sei die Uniklinik alleiniger Anbieter hochspezialisierter Leistungen im Saarland wie zum Beispiel herzchirurgische Leistungen für Kinder oder Stammzelltransplantationen. Die defizitäre Situation der Uniklinik Homburg sei auch auf die Gebäudestruktur zurückzuführen. So seien eine Reihe von Universitätsklinika, auch die Uniklinik Homburg als Campusuniversität aufgebaut mit einer Vielzahl auch veralteter Bausubstanz. Dies ziehe sehr hohe Kosten nach sich. Daher habe sich die Landesregierung gemeinsam mit den Verantwortlichen der Uniklinik entschlossen den Weg zu einer Zentralklinik zu beschreiten. Auch diese Transformation werde enorme Investitionsmittel mindestens in einem hohen dreistelligen Millionenbetrag und eine Umsetzungsphase über mehrere Jahre erfordern. Ziel sei der Erhalt einer qualitativ sehr hochwertigen und zugleich wirtschaftlichen und zukunftssicheren Gesundheitsversorgung in der Uniklinik Homburg für die Bevölkerung im Saarland und auch über die Landesgrenzen hinaus.


Zum Abschluss bedankte sich Dr. Vaterrodt für die Vorträge und lud alle Teilnehmer zu Gesprächen mit kulinarischen Genüssen ein.

Zugleich wie er darauf hin, dass die Gesundheitsregion Saar e.V., gegründet von Werner Schreiber Minister a.D., in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Werner Schreiber, Ehrenpräsident der Gesundheitsregion Saar e.V., war es seinerzeit eine Herzensangelegenheit mit der Gründung der Gesundheitsregion Saar e.V. den Standort Saarland als Zentrum der Gesundheitsversorgung und Gesundheitswissenschaft zu fördern.


Zwischenzeitlich hat die Gesundheitsregion Saar e.V. die stolze Zahl von 120 Mitgliedern, die die von der Gesundheitsregion eröffneten Möglichkeiten zu Informationsaustausch, Gesprächen und Netzwerken zur Zusammenführung der Interessen aus Wissenschaft und Forschung, aus Wirtschaft, Medizin und Pflege sehr schätzen. Das Jubiläum soll im Herbst 2026 feierlich begangen werden.


Krankenhausplanung für das Saarland im Kontext
der aktuellen bundesweiten Krankenhausreform


4. Februar 2026 in der Ärztekammer des Saarlandes


Im Saarland steht die Fortschreibung des Krankenhausplans für die Jahre 2026 bis 2030 an.

 



Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben der bundesweiten Reform schafft die Basis für eine zentrumsorientierte, spezialisierte und qualitätsgesicherte stationäre Versorgung.

Zentrale Fragen sind dabei die Ausgestaltung der Leistungsgruppen, die Vor-Ort-Sicherung der Grund- und Notfallversorgung, Spezialisierung sowie die Integration der neuen Qualitätsstandards.

Der Saarländische Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung hielt den Hauptvortrag.

Im Anschluss konnten wir mit Entscheidungs-trägern aus den Bereichen Krankenkasse, Saarländische Krankenhausgesellschaft, Sozialverbände, Kassenärztliche Vereinigung und Marburger Bund die anstehenden Reformen diskutieren.